Vereins-Tätigkeitsbereiche

Tätigkeitsbereiche des Bienenzuchtverein Bechen

Was macht der Verein

Unsere Aktivitäten sind sehr vielfältig. Hier eine kurze Übersicht:

  1. Unterhalt eines Lehrbienenstands
  2. Grundausbildung von Neu-Imkerinnen und -Imkern durch anerkannte Fachleute
  3. Unterstützung von Vereinsmitgliedern bei deren eigenen Fortbildungsbestrebungen
  4. Teilnahme von Vereinsmitgliedern am bundesweiten Projekt “Betriebsweisen im Vergleich”
  5. Honig-Lehrgänge
  6. Fortbildungsseminare für Imkerinnen und Imker, die schon praktische Erfahrung haben
  7. Bildungsarbeit für Schulen, Kindergärten und interessierte Privatpersonen
  8. Seminare für Natur interessierte
  9. Bewusstseinsbildung im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen
  10. Maßnahmen gegen Faulbrut und andere Bienenkrankheiten
  11. Unterstützung zur Vermehrung und Verbreitung gesunder Bienenvölker
  12. Vermittlung von Naturbewusstsein in der Bevölkerung und im persönlichen Umfeld
  13. Gemeinschaftsaktionen der Mitglieder
  14. Monatliche Besprechungen und gegenseitige Hilfen

Die Tätigkeitsbereiche im Einzelnen

1. Unterhalt des Lehrbienenstands

Der Verein betreibt einen Lehrbienenstand in Kürten-Weier, Zum Tierheim 1a, mit einem Mehrzweckraum (Arbeiten/Schulungen/Versammlungen), mit einem Honigraum und mit einem befahrbaren Toilettenraum. Der Zugang zum Gebäude ist barrierefrei. Im Außenbereich stehen Bienenvölker für den praktischen Teil der Ausbildungsarbeit, die der Verein seit 2005 für Imkerinnen und Imker im Rheinisch Bergischen Kreis, im Oberbergischen Kreis und im Umland anbietet.

2. Grundausbildung von Neu-Imkerinnen und -Imkern

Der Schwerpunkt der Ausbildungsarbeit des Vereins liegt in der Grund-Ausbildung von Neu-Imkerinnen und -Imkern. Deren Zahl stieg von Jahr zu Jahr an, in den letzten Jahren nahmen jährlich rd. 90 Imkerinnen und Imker teil. Ein besonderer Vorteil ist die Möglichkeit, im Schulungsraum die Theorie zu vermitteln und gleich anschließend an den Bienenvölkern im Außenbereich die Praxis der Imkerei und Bienenhaltung zu zeigen.
Die “tragenden Säulen” der Grundausbildung sind die Bienenwissenschaftlerin Frau Dr. Pia Aumeier, Ruhruniversität Bochum, und Herr Dr. Gerhard Liebig, ehemals Landesanstalt für Bienenkunde, Universität Hohenheim, jeweils unterstützt von Vereinsmitgliedern.

3. Unterstützung von Vereinsmitgliedern bei deren Fortbildungstätigkeiten

Nach der Grund-Ausbildung haben in den letzten Jahren interessierte Vereinsmitglieder weitere Lehrgänge zu speziellen Themen und Aufgaben besucht, unter anderem zur Fortbildung zu Bienensachverständigen, Honigsachverständigen, Moderatoren für Neuimker.

4. Teilnahme am bundesweiten Projekt “Betriebsweisen im Vergleich”

Mehrere Vereinsmitglieder haben an einem über 4 Jahre dauernden bundesweiten Projekt “Betriebsweisen im Vergleich” (BIV) teilgenommen.

5. Honig-Lehrgänge

Jährlich führt der Verein Honigfachkunde-Lehrgänge für Teilnehmer aus dem Rheinisch Bergischen Kreis, dem Oberbergischen Kreis und aus dem Umland durch. Der Schwerpunkt hierbei ist die Herstellung und Inverkehrbringung von Honig unter Beachtung der rechtlichen und lebensmittelhygienischen Vorschriften. Die Lehrgänge dienen dem Erwerb der Sachkunde nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes.

6. Fortbildungsseminare für Imkerinnen und Imker mit praktischer Erfahrung

Es werden Seminare für Imkerinnen und Imker mit praktischer Erfahrung angeboten, die der Weiterbildung in einzelnen imkerlichen Arbeitsthemen und Arbeitsweisen dienen

7. Bildungsarbeit für Schulen und Kindergärten und interessierte Privatpersonen

Neben den Ausbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen für Imker betreibt der Verein Bildungsarbeit für Kindergartengruppen, Schulklassen und interessierte Privatpersonen, denen er am Lehrbienenstand Einblicke in die Natur-Zusammenhänge vermittelt.

8. Seminare für Naturinteressierte

Es werden auch Kurse für Naturinteressierte zu den Themen Wildbienen, Wespen, Hornissen, Hummeln und Naturkräutern angeboten.

9. Bewusstseinsbildung im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen

Der Verein nimmt an Veranstaltungen der Gemeinde Kürten teil, um die Bevölkerung über die nebenberufliche Imkerei, die Wildbienen und deren Bedeutung für den Naturhaushalt zu informieren.

10. Maßnahmen gegen Faulbrut und andere Bienenkrankheiten

Zusätzlich zur Ausbildung setzt sich der Verein für die Gesunderhaltung der Honigbienen im Allgemeinen ein. Zur Verhinderung der Ausbreitung der Faulbrut beteiligt sich der Verein regelmäßig und in großem Umfang alljährlich an der Entnahme von Proben für Laboruntersuchungen, die zur Faulbrutprophylaxe vom Veterinäramt gefordert und von der Landesseuchenkasse NRW unterstützt wird. Der Verein organisiert den Ablauf der Probennahmen für seine Mitglieder und leistet damit seinen Beitrag zur Bienengesundheit. Ziel ist es, im 3-Jahres-Zyklus von allen Mitglieder-Bienenvölkern Proben zu nehmen
Regelmäßige Aufmerksamkeit erfordert auch die Bekämpfung der Varroamilbe. Sie ist ein Schädling im Bienenvolk, der das Volk zugrunde richten würde, wenn der Imker nicht mit Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingreift.

11. Unterstützung zur Vermehrung und Verbreitung gesunder Bienenvölker

Von den Vereinsmitgliedern wird eine wesensgemäße Bienenhaltung praktiziert, die im Übrigen Gegenstand der Neuimkerausbildung ist. Die Vereinsmitglieder ziehen aus ihren Völkern Jungvölker heran, die als Folge der praktizierten Faulbrutprophylaxe auch mit einem Gesundheitszeugnis an die Neuimker kostengünstig abgegeben werden können. Damit untertstützt der Verein die Vermehrung und Verbreitung gesunder Bienenvölker.

12. Vermittlung von Naturbewußtsein in der Bevölkerung und im persönlichen Umfeld

Ziel der Lehrgänge ist, die wesensgemäße Imkerei zu vermitteln, und darüber hinaus die ausgebildeten Imker zu befähigen, als Multiplikatoren in ihren Gemeinden und in der Nachbarschaft zu wirken. Dabei hat ein Imker von Natur aus sein Umfeld im Blick, ob sich dies positiv entwickelt (Blühflächen, Hecken, Obstwiesen, natürliche Gärten), oder ob die Landschaft zu einer bloßen Dauergrünlandschaft eingeengt wird und nur die intensive Landwirtschaft – die Feststellung soll kein Vorwurf sein – das Landschaftsbild in der Zukunft prägen wird.
 
Durch das imkerliche Wirken bekommt die Nachbarschaft Einblicke in die Natur. Wenn es um die Gesunderhaltung der Bienenvölker geht, zeigt die Imkerin und der Imker, dass nicht synthetische Arzneimittel – zur Bekämpfung der Varroa-Milbe – notwendig sind, sondern dass in der Natur vorkommende Säuren das Mittel der Wahl sind, und dass rückstandsfreie Anwendungen das Ziel sind.
 
Kinder können beim Nachbarn bzw. am Lehrbienenstand erleben, wie sich ein Bienenvolk im Jahresverlauf entwickelt und wie dies schon zu einer Zeit beginnt, wo der heutige Normalbürger noch gar nicht an den Frühling denkt bzw. das Jahresende noch nicht vor Augen hat.
 
Es können Zusammenhänge vom Naturablauf direkt erlebt werden, die für die Lebenserfahrung eine Bereicherung sein können, z.B.: Es blüht doch, warum gibt es trotzdem keinen Honig? Nebenbei wird gelernt, dass man die Dinge bzw. Beobachtungen hinterfragen muss.
 
Die Möglichkeit zu haben, zu beobachten wie ein Naturprodukt (Honig) entsteht und dass nicht alles aus den Fabriken bzw. Kühltheken kommt ist eine wertvolle Ergänzung für die Lebenserfahrung.
Ebenso begreift man, dass man über den Tag hinaus Dinge bedenken und hinterfragen sollte, dass mein Nachbar etwas für die Natur macht und dass es nicht nur eine Sache von Experten ist. Die Erkenntnis “ich kann selber etwas machen” kann für den weiteren Lebenslauf bereichernd sein.

13. Gemeinschaftsaktionen der Mitglieder

Nach Bedarf führt der Verein Aktionen durch, um Honig zu schleudern, um Altwaben einzuschmelzen, um Mittelwände zu gießen. Dafür besitzt der Verein eigene Geräte, die von den Mitgliedern genutzt werden können. Auch die Organisation von Sammelbestellungen gehört dazu, um den Mitgliedern bei der Beschaffung notwendiger Dinge Preisvorteile zu verschaffen. Zu den Gemeinschaftsaktionen zählen aber auch Aufräumarbeiten im Frührjahr sowie gemeinschaftsfördende Unternehmungen wie Imkerausflug und Jahresabschluss-Kaffee.

14. Monatliche Besprechungen und gegenseitige Hilfen

In monatlichen Besprechungen treffen sich interessierte Mitglieder, um über jahreszeitlich aktuelle Imkerthemen zu reden, die Probleme ihrer Bienenv&oum;lker zu erörtern und sich Rat von erfahrenen Imker-Kolleginnen und -Kollegen zu holen. Im Einzelfall werden auch persönliche Arbeitshilfen der Mitglieder untereinander organisiert und abgestimmt. Wer sich als Neu-Imkerin oder -Imker bei seinen Bienenvölkern in der praktischen Arbeit noch unsicher fühlt, erhält eine Unterstützung von Mentoren. Auch Urlaubszeiten und Krankheitsfälle werden mit gegenseitiger Unterstützung überbrückt, so dass terminlich gebundene Imkerarbeiten dennoch zur richtigen Zeit vorgenommen werden.
Zu den Hilfen des Vereins für seine Mitglieder zählt schließlich auch die Unterstützung bei Unfall, Schaden an den Bienenvölkern, oder bei Problemen in besonderen Lebenslagen. Die Mitgliedschaft im Verein und die Zahlung der Beiträge umfassen im übrigen verschiedene Versicherungen und das Recht, seinen Honig mit dem Etikett des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) zu verkaufen (nachdem dazu im Honiglehrgang der Sachkundenachweis erworben wurde).